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MDT-Präsenzmelder: Präsenzempfindlichkeit und Bewegungsempfindlichkeit?

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  • MDT-Präsenzmelder: Präsenzempfindlichkeit und Bewegungsempfindlichkeit?

    Hi Leute,

    ich teste den MDT SCN-P/G360 momentan überm Sofa, um die beste Montageposition und Empfindlichkeit für später zu finden.
    MV-Eingang des Lichtbausteins mit Präsenz-erkannt-GA des Melders verbunden.

    Der Empfindlichkeit des Melders lässt sich für die Kommunikationsobjekte Bewegung und Präsenz separat einstellen.

    Wenn ich nun die Empfindlichkeit für Präsenz auf Maximum setze und für Bewegung (Lichtgruppe Schalten) auf Minimum, dann schaltet er ständig das Licht aus.
    Mein Verständnis lt. Handbuch wäre, dass er die erste Präsenz erst nach Auslösung der unsensiblen Bewegungserkennung sendet, und dann mit sehr sensibler Präsenzerkennung weiterarbeitet, bis er wegen fehlender Präsenz wieder in den Bereitschaftsmodus wechselt und es dann wieder eine starke Bewegung brauch um ihn zu starten.

    Das scheint aber nicht so zu sein, ich hab mal die Statistik aktiviert, und trotz maximal sensibler Präsenzerkennung habe ich nicht mehr gesendete Gruppenadressen für Präsenz als für Bewegung.

    Sinn des ganzen (warum nicht alles auf Max) ist es die Katze vom Licht-einschalten abzuhalten, aber aufm Sofa noch zuverlässig erkannt zu werden.

    Kann mich hier jemand bezüglich der beiden Kommunikationsobjekte ins Licht führen? Bzw. wie man diese KNX-Melder am sinnvollsten in die Loxone integriert. Ich steh auf dem Schlauch.

    Danke!

    Grüße
    Tom

  • #2
    ich habe sowohl die mdt glasmelder mit 3 pir sensoren als auch die mdt-mini mit einem sensor in betrieb.
    am einfachsten ist (und funktioniert recht zuverlässig) die kommunikationsobjekte für präsenz und für schalten beide mit möglichst kurzer nachlaufzeit und auf maximaler empfindlichkeit auf je eine GA zu konfigurieren.
    und das unabhängig von tag/nacht.oder helligkeitswerten.
    parallel dazu die helligkeit auf eine eigene GA und dann erst in der loxone alles verknüpfen, bevorzugt mit dem lichtbaustein.
    präsenz/schalten nehm ich dann mit einer "oder" verknüfpung und via einen einstellbaren helligkeitsvergleich (virtueller up/down taster mit merker, so dass via app die schaltgrenzwerte eingestellt/angepasst werden können, und nicht, dass der baustein bei hellem licht getriggert wird) an den bewegungsmeldereingang am lichtbaustein.
    für die nachtschaltung habe ich spezielle nightmodes mit null oder nur sehr wenig led licht, die funktion vom bewegungs/präsenzmelder ist aber auch dann noch ganz normal vorhanden, einfach die bewegungsmelderszene wird anders voreingestellt (via analog multiplexer block IIRC).

    bei den mdt-mini bin ich extremst mit dem preis/leistungsverhältnis zufrieden. habe nachträglich sogar noch ein paar weitere nachgerüstet, so einfach sind die zu verstecken. (z.b. in der sockelleiste unter der küchenzeile z.b. oder innerhalb einer glasduschkabine in der abgehängten gipsdecke, damit ein manuell eingeschaltetes licht trotz immer noch aktivem nightmode nicht wieder ausgeht während dem duschen / wenn der melder im bad nicht mehr angibt weil hinter der glasscheibe)
    im nachhinein würd ich dem flur entlang z.b. lieber 2-3 mdt mini statt ein glasmelder verbauen/planen. kostet fast das gleiche, ist aber optisch und funktional die "elegantere" lösung, ausser ev. die kosten für anzahl dosen/gerätezahl (ets) und kabel. der glasmelder funktioniert aber auch ganz gut.

    konkret auf tom's präsenzsensitivitäts-thema bezogen: ich hatte mir die präsenzfunktion / unterschied zur bwm funktion der mdt noch zuverlässiger/sensibler/stärker vorgestellt, es kann schon vorkommen, dass wenn man ganz still auf dem wc sitzt, auch die präsenzfunktion trotz maximaler sensitivität "ablöscht", kann man aber via nachlaufzeit lösen.
    daher halte ich das ziel auch noch tiere von menschen via konfig zu unterscheiden als recht ambitioniert. der winkel/abstand/montageort hat da den viel grösseren einfluss / bringt sensitivitätsunterschiede mit sich. wenn nichtdetektion von tieren wichtig ist, klappt IMHO nur das verbauen in wand/schalterdosen z.b. von glasmeldern und gegen unten abkleben wirklich zuverlässig.

    als dritten typ hab ich übrigens noch BWM von B.E.G im aussen / garagenbereich im betrieb. diese sind im vergleich zu den mdt viel unzuverlässiger/haben so ihre macken was sensibilität etc... angeht. das schalten bei den mdt klappt wirklich zu 100% konsistent und zuverlässig.

    lg bernie

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    • #3
      OK, danke für die Infos. Den Minimelder werde ich auch mal testen.
      Ich hatte nach dem Lesen des Handbuchs halt die Illusion, dass ich das Einschalten des Lichts mit einer geringeren Empfindlichkeit auslösen kann, als das folgende Überwachen ob noch jemand anwesend ist. Damit die Katze es nicht einschaltet, sondern höchstens länger eingeschaltet lässt.

      Ich hab im KNX-User-Forum einen Thread zu diesem Thema gefunden.. Die Funktion Präsenzmeldung unterscheidet sich von der Funktion Lichtgruppe schalten scheinbar nur dadurch, dass ein evtl eingestellter Helligkeitsschwellwert für das Lichtschalten nicht beachtet wird. Die Präsenz wird also immer gemeldet, auch wenn die Lichtgruppe wegen Helligkeit nicht geschaltet wird. Macht in einer reinen KNX-Installation Sinn.

      Wie sich die getrennte Einstellung der Empfindlichkeiten auswirkt erschließt sich mir aber immer noch nicht. Wenn ich die Empfindlichkeit der Bewegungsmeldung reduziere wird auch die Präsenz schlechter erkannt. Ich glaub ich schreib dem Support bei MDT mal ne Mail und lasse mir das erklären.

      Sieht so aus als komme ich um Wand-PMs nicht herum. Blöde Katze

      Grüße
      Tom

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      • #4
        Hallo, könntet ihr bitte nochmal eure Konfiguration (KNX und Loxone) hier per Screenshot verlinken? Ich bekomme leider in allen Varianten keine saubere Präsenzfunktion abgebildet. Das Licht geht entweder auch an wenn keiner da ist, oder aus wenn man da ist.. Wahrscheinlich ist es nur eine geschickte Kombination von Loxone und KNX Parametern, aber welche?

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        • #5
          ohne anspruch auf perfektheit, bei mir funktioniert's so recht gut (und sorry für die vermischung englisch/deutsch habe software meist in englisch konfiguriert):

          erst die loxone

          dies ist eine einfache variante

          oder hier noch die komplexere wo total 3 melder ineinanderspielen


          die wesentlichen grundsätze:
          - knx präsenz und knx bewegungsinputs werden als erstes mit einem "oder" verknüpft / werden gleichwertig behandelt. knx schalt und präsenzeingänge sind typ "EIS1"
          - dieser input geht via eine inversion (not) an den DisP eingang eines pulsgenerators. (solange entweder präsenz oder bewegung gemeldet wird, wird kontinuierlich gepulst)
          - als "nebenschauplatz" hab ich mir noch virtuelle stati angelegt, damit ich den zutand als admin überprüfen kann (allenfalls auch statistik falls nötig/gewünscht).
          - dazu checke ich noch gegen einen helligkeitsschwellwert (knx eingang typ "EIS5" gegen virtuellen eingang, welcher aus der app heraus verstellt werden kann) ob der puls weitergeleitet werden kann.
          die wesentlichen parameter des virtuellen eingang: default bei startup, format <v.0> lux, auf/ab buttons, step size 10, minimum 100, maximum 10000, default so zwischen 500 und 1000 je nach situation. "use as digital" muss natürlich ausgeschaltet sein.

          dann der lichtbaustein:

          - der puls geht via merker an den "Mv" eingang des beleuchtungsbausteins. oder alternativ an den "Tr" eingang eines treppenlichtschalter-bausteins.
          - ich habe noch einen "taster"- baustein an den "DisM" eingang des beleuchtungsbausteins gehängt, wenn ich mal den einfluss der präsenzmelder temporär ausschalten will kann ich das aus der app heraus.
          - und am TH baustein hängt ein virtueller eingang um die nachlaufzeit auch aus der app heraus verstellen zu können.
          die wesentlichen parameter dazu: default bei startup, format <v.0> s, auf/ab buttons, step size 1, minimum 10, maximum 3600, default so zwischen 180 und 600.

          knx parametrierung folgt in einem zweiten post.

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          • #6
            MDT PM Glas (3 Sensoren) ETS config (die ersten 5 screenshots).

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            • #7
              die letzten 2 screenshots zum MDT glas

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              • #8
                und hier noch teil 1 von den MDT mini.

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                • herrnik
                  herrnik kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Frage: Hat der MDT mini keine Einstellung der Empfindlichkeit? Der MDT Glaspräsenzmelder kann ja fein eingestellt werden...

                • bdaenzer
                  bdaenzer kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  nein, mdt mini hat keine empfindlichkeitseinstellung. hab ich bisher aber auch nicht vermisst.

              • #9
                und teil 2 zu den MDT mini

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                • #10
                  und noch einen letzten nachtrag:
                  ich habe einen "nightmode" implementiert, indem ich via analog multiplexer die szene vorgebe, welche der PM schalten soll. der "bak" merker speichert die aktuelle szene/was eingeschaltet war als der nightmode aktiviert wurde, die konstante gibt vor, welche szene die night szene darstellt.

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                  • #11
                    Hallo bdaenzer,

                    vielen Dank für deine detaillierte Antwort! Der Pulsgenerator, sowie die Verbindung von Bewegung und Präsenz war das erste Puzzlestück meiner Lösung. Leider hatte ich jedoch noch immer das Problem, dass das Licht nach Ablauf der vorgegebenen Zeit kurz aus, und dann wieder an ging. "Schuld" hieran war die Art der Verwendung des Helligkeitswerts. Nach Einschalten des Lichts wurde dieser natürlich höher als das definierte Minumum, und die Meldung der Präsenz hierdurch in der UND Verkünpfung unterbunden. Zuvor hatte ich den Helligkeitswert auch über >= direkt am DisMv, was aber das gleiche Ergebnis hatte. Lösung für dieses Problem war dann die Verwendung der Alb und T Parameter des Lichtbausteins. Nutzt man diese für den Helligkeitsvergleich ist der Lichtbaustein intelligent genug dieses Problem zu lösen..
                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Screenshot 2017-01-10 21.08.48.png
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Größe: 42,4 KB
ID: 76838
                    Ich frage mich nur wieso die Lösung über >= und UND bei dir funktioniert? Egal, trotzdem vielen Dank nochmal
                    Angehängte Dateien

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                    • #12
                      bitte gern geschehen.

                      der helligkeitsvergleich funktioniert bei mir wahrscheinlich deswegen zumeist problemlos weil die eingestellten schwellwerte (meist ca. um die 800-1000 lux) über dem liegen, was die künstliche beleuchtung erzeugen mag. die künstliche beleuchtung kommt aber bei uns selten über 700lux. wenn man natürlich tiefere schwellwerte nimmt, könnte es sein, dass mit der kunstbeleuchtung plötzlich der schwellwert überschritten wird und der melderimpuls darum nicht mehr ankommt. die logik hier ist aber ja nur dazu da, dass beim schönsten sommerwetter mit heller sonne nicht die lampen angehen. sobald es schummrig wird, ist ein frühes anschlagen der lampen erwünscht.

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                      • #13
                        Hier noch zur Ergänzung mein Abschnitt im LoxWiki zur präsenzgesteuerten Lichtschaltung:
                        Der Nachteil falls Logik komplett in Loxone stattfindet: Für bestimmte Fälle (Szene 4 im Wiki) müssen in der Loxone Config einige Zusatzbausteine eingefügt werden, da der Lichtbaustein von sich aus das Licht nicht wieder abschalten kann (bei genügend Umgebungslicht).
                        Es würde sich also anbieten, die Lichtschaltung direkt über KNX zu machen.
                        Vorteil: hierbei kann über das Schaltobjekt des Präsenzmelders eindeutig ermittelt werden, ob Licht geschaltet werden soll und auch wieder abgeschaltet werden soll.
                        Loxone wird dann nur noch zur Weiterleitung des "Schaltimpulses" benutzt, der Lichtbaustein wertet die Bewegung und Helligkeit nicht mehr aus.

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