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Heizungssteuerung Fußbodenheizung

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  • Heizungssteuerung Fußbodenheizung

    Hallo an alle,

    wir sind im Sommer eingezogen und vor ca. einer Woche habe ich die Heizungsanlage in Betrieb genommen.
    Um die Heizungsanlage zu optimieren, würde ich mich freuen wenn ihr mir alle eure Erfahrungen, Konfigurationsvorschläge sowie Optimierungstipps hier mitteilt.

    Heizungsanlage:
    Typ: Fußbodenheizung, Einzelraumregelung
    Energieträger: Gas
    Brennwert-Therme: Viessmann Vitodens 19 kW
    Solarthermie: Viessmann Solar für Trinkwassererwärmung
    WLAN-Schnittstelle: Viessmann Vitoconnect 100

    Die Brennwert-Therme kann per iOS-App konfiguriert werden. Folgende Werte habe ich konfiguriert:

    Raumtemperatur-Sollwert: 22°C
    Zeitprogramm Heizen: Jeden Tag, 00:00 - 24:00 Uhr
    Warmwassertemperatur-Sollwert: 50°C
    Zeitprogramm Warmwasser: Jeden Tag, 17:00 - 17:30 Uhr

    Loxone:
    In den einzelnen Räumen befinden sich 1-wire Temperaturfühler. Für jeden Raum habe ich einen Intelligenten Raumregelungsbaustein konfiguriert. Der IRR ist im Kühlbetrieb mit der Beschattung verknüpft. Diese funktioniert tadellos und soll auch nicht Inhalt dieses Eintrags sein, da es mir explizit um die Optimierung der Heizungssteuerung geht. Folgende Werte habe ich konfiguriert:

    Temperaturen:
    Spartemperatur: 18°C
    Komforttemperatur Heizen: 21°C
    Komforttemperatur Kühlen: 21°C
    Partytemperatur: 20°C
    erhöhter Wärmebedarf: 22°C
    Tiefschlaftemperatur: 16°C
    Hitzeschutztemperatur: 23°C
    Ventilbewegung Heizen/Kühlen: 14 Tage

    Betriebsmodi und Zeiten:
    Reise (kurz): Spartemperatur ganztägig
    Reise (lang): Tiefschlaftemperatur ganztägig
    Urlaub/Frei zu Hause: Komforttemperatur mit versch. Zeiten
    erhöhter Wärmebedarf: erhöhter Wärmebedarf ganztägig
    Party: Partytemperatur mit versch. Zeiten
    Wochentage: Komforttemperatur mit versch. Zeiten

    Wichtige Fragen:
    1. Ist meine gewählte Spar- und Tiefschlaftemperatur für eine träge Fußbodenheizung vernünftig konfiguriert?
    2. Kann ich das Zeitprogramm Heizen der Gas-Brennwert-Therme ganztägig konfiguriert lassen, da meine Betriebsmodi und Heizzeiten im IRR in Loxone konfiguriert sind und daher die Gas-Brennwert-Therme bei geschlossenen Stellantrieben (sprich kein Abnahme an der FBH) sich abschaltet.

    Ich würde mich freuen wenn ihr alle eure Erfahrungen, Konfigurationsvorschläge sowie Optimierungstipps mit mir teilt.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Christoph
    1x Miniserver, 5x Extension, 3x Relay Extension, 1x Dimmer Extension, 1x 1-Wire Extension, 1x Air Base Extension, 1x MusicServer, 1x Loxone 12-Kanal Verstärker, Loxberry (HABridge, Wunderground4Loxone), Amazon Echo Dot, Logitech Harmony Elite, VMware vSphere Hypervisor (ESXi) 6.5 (6 virtuelle Maschinen)

    https://smart-home-projekt.de
    https://christophkleinschmidt.de

    Blogreihe Hausautomatisierung & SmartHome

  • #2
    Hallo an alle,

    eigentlich sind mir nur diese beiden Fragen wichtig.

    Ist meine gewählte Spar- und Tiefschlaftemperatur für eine träge Fußbodenheizung vernünftig konfiguriert?
    Kann ich das Zeitprogramm Heizen der Gas-Brennwert-Therme ganztägig konfiguriert lassen, da meine Betriebsmodi und Heizzeiten im IRR in Loxone konfiguriert sind und daher die Gas-Brennwert-Therme bei geschlossenen Stellantrieben (sprich kein Abnahme an der FBH) sich abschaltet.

    Viele Grüße
    Christoph
    1x Miniserver, 5x Extension, 3x Relay Extension, 1x Dimmer Extension, 1x 1-Wire Extension, 1x Air Base Extension, 1x MusicServer, 1x Loxone 12-Kanal Verstärker, Loxberry (HABridge, Wunderground4Loxone), Amazon Echo Dot, Logitech Harmony Elite, VMware vSphere Hypervisor (ESXi) 6.5 (6 virtuelle Maschinen)

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    • #3
      Hallo Christoph,
      Hier hilft sicherlich die Suche im Forum weiter.
      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass bei einer FBH eine zeitgesteuerte Absenkung kontraproduktiv ist. Bei einem ordenlichen FBH-Hydraulik, einem korrektem hydraulischem und thermischen Abgleich (Heizkurvenoptimierung) baucht man, bis auf wenige Ausnahmen kein Regelungseingriff auf die Heizkreise bzw. Wärmeerzeugung. Für mich ist IRR, bei einer FBH, nur "unnützer Spieltrieb".
      Gruß Michael
      Haustechnik UG: 1 Miniserver, 3 Extensionen, 1 1-Wire, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
      ELT-Allgemein UG: 1 Miniserver, 1 Extension, 2 DI-Extensionen, 1 DMX-Extension, Notbedienebene Flurbereiche,
      Wohnung OG: 1 Miniserver, 7 Extensionen, 1 PWM-Dimmer, Notbedienebene,
      Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG)

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      • #4
        Die Spar- und Tiefschlaftemperaturen stellen kein Problem dar. Da der IRR die Dauer der Aufheizzeit errechnet, beginnt er rechtzeitig zu heizen.
        Wenn du Tiefschlaf 16 Grad jemals erreichst, und du beim Heimkommen manuell einschaltest, wird es aber wohl einen Tag dauern, bis du wieder Komforttemperatur hast. Üblicherweise fällt die Temperatur im Neubau aber nie wirklich auf 16 Grad. Selbst deine Spartemperatur von 18 Grad wird wohl nie erreicht.

        Bezüglich Stellantriebe hängt es sehr stark von der Korrektheit deiner Heizkurve ab. Wenn diese zu hoch eingestellt ist, wird deine Therme ununterbrochen takten, was dem Verbrauch und der Lebensdauer nicht zugute kommt.
        Wenn du die Taktfrequenz (z.B. Anzahl der Startvorgänge pro Tag) auslesen kannst, siehst du das. Mein Anlagenschema der Gasheizung schaut anders aus, ich habe ca. 5-6 Starts pro Tag.
        Sonst würde ich Statistik der IRR-Ausgänge machen (AQ, 5-Min Takt). Kurz gesagt, wenn die Ventile in der Komfortzeit oft geschlossen oder fast geschlossen sind, ist deine Vorlauftemperatur zu hoch.

        Lg, Christian
        PN/PM: Ich bevorzuge die Beantwortung von Fragen in öffentlichen Threads, wo andere mithelfen und mitprofitieren können. Herzlichen Dank!

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        • #5
          Zitat von Christian Fenzl Beitrag anzeigen
          Die Spar- und Tiefschlaftemperaturen stellen kein Problem dar. Da der IRR die Dauer der Aufheizzeit errechnet, beginnt er rechtzeitig zu heizen. …
          Um vernünftige Aufheizzeiten zu erhalten, muss man aber mit etwas überhöhter Heizkurve arbeiten. Dann regeln aber die IRR-Ventile sicherlich im Tagesverlauf zurück. Hat man eine optimale Heizkurveneinstellung eingestellt, wird bis zum Beginn des Komfortbetriebes die Wunschtemperatur sicherlich nicht erreicht und der IRR kommt dadurch etwas „außer Tritt“.

          Zitat von Christian Fenzl Beitrag anzeigen
          …Bezüglich Stellantriebe hängt es sehr stark von der Korrektheit deiner Heizkurve ab. Wenn diese zu hoch eingestellt ist, wird deine Therme ununterbrochen takten, was dem Verbrauch und der Lebensdauer nicht zugute kommt. …
          Genau so ist es. Diesen Betriebszustand „der geöffneten Ventile“ ist aber die Voraussetzung für die Behaglichkeit (konstante Oberflächentemperaturen) als auch für die wirtschaftliche Arbeitsweise eines Wärmeerzeugers, besonders wenn mit einer WP versorgt.

          Gruß Michael
          Haustechnik UG: 1 Miniserver, 3 Extensionen, 1 1-Wire, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
          ELT-Allgemein UG: 1 Miniserver, 1 Extension, 2 DI-Extensionen, 1 DMX-Extension, Notbedienebene Flurbereiche,
          Wohnung OG: 1 Miniserver, 7 Extensionen, 1 PWM-Dimmer, Notbedienebene,
          Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG)

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          • #6
            Das heißt, wenn ich eine FBH habe, dann kann ich mir die Heizzeiten in der IRR sparen und einfach ganztägig heizen (dürfen) lassen?
            Ich hatte dies anfangs auch so. Jetzt habe ich allerdings gerade in ein paar Räumen die Heizzeiten angepasst. Die Temperatur sinkt nachts nicht wirklich viel ab, aber dadurch wollte ich erreichen, dass die IRR genau dann heizt wenn ich auch drüber laufe :-).

            Keine Ahnung, ob das jetzt eine Verschlimmbesserung war?


            Gesendet von iPhone mit Tapatalk
            Node-RED mit influxDB und Grafana - z.B. Statistiken auslagern:
            https://www.loxforum.com/forum/germa...d-grafana-visu
            Mit Loxone einen Windows-PC steuern:
            https://www.loxforum.com/forum/faqs-...indows-steuern

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            • Michael Sommer
              Michael Sommer kommentierte
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              Hallo,
              Ich gehöre zu den "Verfechtern" der FBH-Dauerbeheizung" (ohne IRR) mit angepasster Vorlauftemperatur. Das bringt für mich den größten Komfort (gleichmäßige FB-Oberflächentemperatur. Wie Du richtig bemerkt hast, reduziert sich die Raumtemperatur im Tag/Nachtbetrieb nur minimal, jedoch die FB-Oberflächentemperatur sinkt logischerweise im Nachtbetrieb, was ich als komforteinschränkend betrachte. Schon aus diesem Grund bringt eine zeitweise Absenkung keinen Vorteil.

              Da meine FB-Oberflächentemperatur nur Gegringfühig über der gewünschten Raumtemperatur liegt, überheizen meine Räume bei Fremdwärmezufuhr (Personenwärme, Beleuchtungswärme, etc.) nur minimal. Durch den "Selbstregeleffekt" wird die Beheizung unterbunden, weil ja die FB-Temperatur niedriger ist, als die Raumlufttemperatur. Das optimieren der Heizkurve hat insgesamt fasst zwei Heizperioden gedauert.
              Gruß Michael

          • #7
            Hallo,

            bei mir rückt die Fertigstellung des Hauses auch langsam näher und ich hatte mir auch überlegt keine Absenkung vorzunehmen. Dürfte bei KFW40 ja definitiv nicht wirklich einen Effekt haben.

            Da ich aber eine LWP und eine PV-Anlage habe, würde ich erster beibringen wollen, dass sie hauptsächlich tagsüber arbeiten soll und Nachts dann die Wärme aus dem Puffer kommt. Denke das wäre am sinnvollsten.

            Was denkt ihr?

            Gruß
            Daniel

            Kommentar


            • #8
              DanielR aus Sicht der elektrischen Energiebilanz ist das natürlich absolut sinnvoll - die Frage ist, was deine LWP bzw. das Haus mit der produzierten Wärme macht.
              Irgendwo musst die gespeichert werden - hast du einen separaten Pufferspeicher für den Heizkreis? Wenn nicht, bleibt dir bei der Heizung ja nur ein Überhitzen der FBH-Kreise, also indirekt der Räume - und das ist sehr stark eine Frage des Komforts.
              Was deutlich weniger Probleme macht, ist eine Überhitzung der WW-Bereitung tagsüber, damit die WP nachts kein WW mehr bereitet.
              Was hast du für eine Wärmepumpe? Die meisten haben mittlerweile brauchbare Schnittstellen für gezielten PV-Betrieb und entscheiden selbstständig, was sie mit der Wärme anfangen können...
              MfG Benny

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              • #9
                Kannst du deine Viessmann über Loxone steuern? Später über die App? Wenn ja, sind keine Thermostate in den Räumen nötig, wenn ich die Sensoren hinter den Tastern habe, oder?

                Kommentar


                • #10
                  Zitat von DanielR Beitrag anzeigen
                  … bei mir rückt die Fertigstellung des Hauses auch langsam näher und ich hatte mir auch überlegt keine Absenkung vorzunehmen. Dürfte bei KFW40 ja definitiv nicht wirklich einen Effekt haben. …
                  Korrekt.

                  Zitat von DanielR Beitrag anzeigen
                  … Da ich aber eine LWP und eine PV-Anlage habe, würde ich erster beibringen wollen, dass sie hauptsächlich tagsüber arbeiten soll und Nachts dann die Wärme aus dem Puffer kommt. Denke das wäre am sinnvollsten.
                  Naja, ich halte einen Heizspeicher in Verbindung mit einer LWP für eine nicht gerade Energiesparende Variante. Besser ist es immer direkt in die FBH einzuspeisen. Deine PV-Anlage wird vermutlich im „Eigenverbrauch“ arbeiten, da bringt doch eine Tages-Pufferladung keinen Vorteil, zumal ja bei einem KFW40-Haus Energieverluste und die daraus resultierende Heizenergie minimal ausfallen. Wenn überhaupt, würde ich einfach während der Nachtstunden die LWP sperren.

                  Gruß Michael


                  Haustechnik UG: 1 Miniserver, 3 Extensionen, 1 1-Wire, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
                  ELT-Allgemein UG: 1 Miniserver, 1 Extension, 2 DI-Extensionen, 1 DMX-Extension, Notbedienebene Flurbereiche,
                  Wohnung OG: 1 Miniserver, 7 Extensionen, 1 PWM-Dimmer, Notbedienebene,
                  Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG)

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                  • #11
                    Macht auf jeden Fall mehr Sinn, bei PV tagsüber die VL-Temperatur leicht anzuheben. Ein paar Tonnen Estrich speichern mehr als ein paar hundert Liter Wasser.
                    PN/PM: Ich bevorzuge die Beantwortung von Fragen in öffentlichen Threads, wo andere mithelfen und mitprofitieren können. Herzlichen Dank!

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                    • #12
                      Zitat von Michael Sommer Beitrag anzeigen
                      Hallo Christoph,
                      Hier hilft sicherlich die Suche im Forum weiter.
                      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass bei einer FBH eine zeitgesteuerte Absenkung kontraproduktiv ist. Bei einem ordenlichen FBH-Hydraulik, einem korrektem hydraulischem und thermischen Abgleich (Heizkurvenoptimierung) baucht man, bis auf wenige Ausnahmen kein Regelungseingriff auf die Heizkreise bzw. Wärmeerzeugung. Für mich ist IRR, bei einer FBH, nur "unnützer Spieltrieb".
                      Gruß Michael
                      Hallo Michael,

                      danke dir für dein Feedback.
                      Hast du deine Heizungsanlage (Gastherme, WP, Ölheizung, etc.) an Loxone angebunden? Wenn nicht, lässt du sie den ganzen Tag durchlaufen und Loxone fährt lediglich die Ventile auf und zu? Sprich Heizzeiten der Heizungsanlage 0:00 Uhr - 24:00 Uhr?
                      1x Miniserver, 5x Extension, 3x Relay Extension, 1x Dimmer Extension, 1x 1-Wire Extension, 1x Air Base Extension, 1x MusicServer, 1x Loxone 12-Kanal Verstärker, Loxberry (HABridge, Wunderground4Loxone), Amazon Echo Dot, Logitech Harmony Elite, VMware vSphere Hypervisor (ESXi) 6.5 (6 virtuelle Maschinen)

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                      • Michael Sommer
                        Michael Sommer kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Hallo,
                        Ja ich habe meinen Wärmeerzeuger (Öl-Niedertemperaturkessel) inkl. Kesselpumpe, aller Heizkreispumpen und witterungsgeführte Vorregelkreise (FBH, HK) komplett über Loxone überwacht angesteuert und geregelt. Hier eine vereinfachte Beschreibung, was ich umgesetzt habe:

                        Wärmeerzeugung:
                        Da mein Kessel das Baujahr 1989 hat, wurden alle Funktionen der Kesselautomation hardwareseitig, unter Umgehung der Standard-Kesselautomatik realisiert. Das sollte man aber nur machen, wenn man entsprechendes Fachwissen oder einen „gescheiten“ Fachmann dafür hat. Im Notfall (Ausfall Loxone) kann ich manuell auf die Standard-Kesselautomatik zurückgreifen. Pumpen und Vorregelkegelkreise gehören nicht zur Kesselautomation, können aber bei Ausfall der Loxone-Steuerung ebenfalls, wie viele andere Verbraucher manuell am Heizungsschaltschrank geschaltet werden.

                        Die Ansteuerung der Wärmeerzeugung erfolgt Lastabhängig wenn folgende Bedingungen eintreffen:
                        - Außentemperaturfreigabe
                        - Stellsignal aus den einzelnen IRR-Regelkreisen (FBH HK-Wohnung, HK-Bäder)
                        - zugehörige Heizkreispumpe FBH, HK-Wohnung, HK-Bäder Ein
                        - zugehöriger Witterungsgeführter Regelkreis FBH, HK-Wohnung, HK-Bäder (Mischventil >90“Auf)
                        - Heizkurve Heizspeicher (Temperaturmessung oben) unterschritten

                        FBH ohne Zusatzheizkörper:
                        - Außentemperaturfreigabe
                        - Lastabhängige Ansteuerung der FBH-Heizkreispumpe über IRR ist deaktiviert (FBH-läuft während der Heizperiode im Dauerbetrieb solange die Raumtemperatur <25°C beträgt.
                        - Witterungsgeführte FBH-Vorregelung mit Min-/Max-Begrenzung der VL-Temperatur (Freigabe über Pumpe)
                        - Heizkurvensollwertumschaltung durch Impuls Sonnenuntergang (Tag: witterungsgeführt, Nacht Konstant (Heizkurvensollwert beim Umschalten). Auf die Raumtemperaturen hat dieser zeitweise Konstant-Betrieb keinerlei Einfluss. Damit vermeide ich ein Überheizen der Räume, da ja während der nachstunden überwiegend niedrigere Außentemperaturen herrschen und dadurch die Heizkurve zwangsläufig erhöht wird.
                        - Alle Heizkreise sind sowohl hydraulisch einreguliert als auch Thermisch (Heizkurvenanpassung) optimiert.

                        FBH mit Zusatzheizkörper:
                        - Außentemperaturfreigabe
                        - FBH wie vor beschrieben
                        - IRR für Heizkörperregulierung (stetiges HK-Ventil)
                        - Lastabhängige Ansteuerung HK-Heizkreispumpe über IRR (TAG/Nacht-Sollwertumschaltung)
                        - Witterungsgeführte HK-Vorregelung mit Min-/Max-Begrenzung der VL-Temperatur (Freigabe über Pumpe)
                        - Zentrale Unterdrückung Aufheizbetrieb mittels Übergeordnetem Zeitprogramm

                        Normalerweise erfolgt die Grundlastbeheizung während der gesamten Heizperiode über die FBH. Deshalb wird eine Zusatzheizung nur erforderlich, wenn der zugehörige Raum stark ausgekühlt ist, oder zur Unterstützung des Aufheizbetriebes bei sehr niedrigen Außentemperaturen.

                        nur Heizkörper:
                        - Außentemperaturfreigabe
                        - IRR für Heizkörperregulierung (stetiges HK-Ventil)
                        - Lastabhängige Ansteuerung HK-Heizkreispumpe über IRR (TAG/Nacht-Sollwertumschaltung) oder Autarke 0-10V Raumregler im EG-Bestand
                        - Witterungsgeführte Vorregelung mit Min-/Max-Begrenzung der VL-Temperatur (Freigabe über Pumpe)
                        - Zentrale Unterdrückung Aufheizbetrieb mittels Übergeordnetem Zeitprogramm

                        So jetzt ist doch wieder ein „Roman“ daraus geworden, wobei das oben geschriebene nur die wichtigsten Merkmale beschreibt.
                        Gruß Michael

                    • #13
                      Zitat von Christian Fenzl Beitrag anzeigen
                      Die Spar- und Tiefschlaftemperaturen stellen kein Problem dar. Da der IRR die Dauer der Aufheizzeit errechnet, beginnt er rechtzeitig zu heizen.
                      Wenn du Tiefschlaf 16 Grad jemals erreichst, und du beim Heimkommen manuell einschaltest, wird es aber wohl einen Tag dauern, bis du wieder Komforttemperatur hast. Üblicherweise fällt die Temperatur im Neubau aber nie wirklich auf 16 Grad. Selbst deine Spartemperatur von 18 Grad wird wohl nie erreicht.

                      Bezüglich Stellantriebe hängt es sehr stark von der Korrektheit deiner Heizkurve ab. Wenn diese zu hoch eingestellt ist, wird deine Therme ununterbrochen takten, was dem Verbrauch und der Lebensdauer nicht zugute kommt.
                      Wenn du die Taktfrequenz (z.B. Anzahl der Startvorgänge pro Tag) auslesen kannst, siehst du das. Mein Anlagenschema der Gasheizung schaut anders aus, ich habe ca. 5-6 Starts pro Tag.
                      Sonst würde ich Statistik der IRR-Ausgänge machen (AQ, 5-Min Takt). Kurz gesagt, wenn die Ventile in der Komfortzeit oft geschlossen oder fast geschlossen sind, ist deine Vorlauftemperatur zu hoch.

                      Lg, Christian
                      Hallo Christian,

                      danke dir für dein Feedback.
                      Die Betriebsmodi würde ich aus der Ferne steuern, sodass ich Loxone schon rechtzeitig (ein oder zwei Tage) vor Ankunft sage, dass nun wieder geheizt werden kann.

                      Ich werde die Heizkurven sowie die Taktfrequenz noch mal prüfen. Welche Heizkurve empfiehlst du für Fussbodenheizungen? Oder besser gesagt, wie testet man dies am besten? Stimmt es, dass alle Ventile zu öffnen sind, dann eine Heizkurve und eine Komforttemperatur an der Gastherme einzustellen sind. Wird es nun zu warm ist die Heizkurve zu hoch, wird es zu kalt ist die Heizkurve zu niedrig.
                      1x Miniserver, 5x Extension, 3x Relay Extension, 1x Dimmer Extension, 1x 1-Wire Extension, 1x Air Base Extension, 1x MusicServer, 1x Loxone 12-Kanal Verstärker, Loxberry (HABridge, Wunderground4Loxone), Amazon Echo Dot, Logitech Harmony Elite, VMware vSphere Hypervisor (ESXi) 6.5 (6 virtuelle Maschinen)

                      https://smart-home-projekt.de
                      https://christophkleinschmidt.de

                      Blogreihe Hausautomatisierung & SmartHome

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                      • Christian Fenzl
                        Christian Fenzl kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Genau so ist es.

                      • ckerfurt
                        ckerfurt kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Alles klar, danke dir!

                      • Michael Sommer
                        Michael Sommer kommentierte
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                        Hallo,
                        ergänzend zu @Christian
                        suche im Forum z.B. nach "hydraulischer Abgleich". Da gibt es eine Infos, wie man eine FBH ordentlich einreguliert.
                        Gruß Michael
                        Zuletzt geändert von Michael Sommer; 08.Nov.2017, 16:35.

                    • #14
                      Ich würde die hier angesprochenen Themen ebenfalls gerne nochmals aufgreifen. Wir besitzen eine LWWP als Heizung (Fußbodenheizung) und eine PV-Anlage. Ich würde dabei das ganze gerne so effizient wie möglich gestalten. Vor allem in der Übergangszeit (ab März) habe ich PV-Überschuss, den ich vorwiegend im Haus verbrauchen möchte. Zu dieser Jahreszeit muss aber noch geheizt werden (im Sommer ja eher nicht mehr). Die LWWP hat einen Kessel mit 500l den ich hochheizen will, so dass nachts nicht oder weniger Warmwasser erzeugt werden muss. Dies dauert noch etwas, bis der Techniker von Rotex mir die SG-Ready Leitungen anklemmt.

                      Meine Idee war nun zusätzlich, dass ich tagsüber die Komforttemperatur der IRR um 0,5-1 Grad erhöhe und dafür nachts (z.B. ab 21-22 Uhr bis 6-7 Uhr ) das Heizen sperre. Ist so etwas sinnvoll? Kühlt der Estrich über Nacht zu sehr aus? Wie sperre ich den Heizbetrieb am besten (so dass die Fuzzy-Logik des IRR nicht durcheinander kommt), also sperre ich z.B. über den Eingang Iw (Fensterkontakt) den IRR oder sperre ich besser das Stellventil nach dem IRR?

                      Ich würde das ggf. je nach Tag und Wetterbedingungen entscheiden. Also bei viel Sonne tagsüber hoch heizen und nachts sperren, bei wenig Sonne Normalbetrieb.

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