Projekt: Spitzenlastmanagement

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  • Squarry
    MS Profi
    • 22.09.2015
    • 607

    #1

    Projekt: Spitzenlastmanagement

    Hallo zusammen

    Dieser Beitrag dient nicht nur der Fragestellung, sondern auch einer Art Dokumentation.

    Unser Stromanbieter (Liechtensteinische Kraftwerke) hat ein neues Verrechnungsmodell lanciert, das u.a. der Vermeidung von Lastspitzen dienen soll. So bezahlt man monatlich pro kW-Spitzenlast eine Gebühr von fast 3 Euro. Ich habe somit rasch das Potenzial um 300 Euro im Jahr einzusparen, wenn ich das schlau umsetze.

    Als Lastspitze zählt der Wert, der jeweils über eine Viertelstunde verbraucht wird mit Reset immer per 00, 15 und 45. So sieht das ja auch der Lastmanager in Loxone im Spitzenlastmodus schon vor.

    Wir haben eine PV-Anlage mit knapp 22 kW Peak auf dem Dach.

    Relevante Grossverbraucher sind bei mir:
    • Wärmepumpe ELCO Aerotop G10 (meist bei etwa 4 kW, kurzfristige Spitzen bei 7), ich kann sie nicht steuern, aber (durch Loxone) sperren.
    • Wallbox go-e Gemini 22 kW, mein aktuelles eAuto kann jedoch nur 1-phasig laden mit max. knapp 6 kW
    • Sauna mit 8kW, kann ich natürlich steuern, die läuft aber dann, wenn die Frau das will :-)
    • Ladegerät unseres Plug-In Hybrids, knapp 2kW (an geschalteter Steckdose)
    • Heizstab mit 6 kW oder 3 kW im Brauchwasserspeicher (nutze ich im Sommer um Überschussenergie als Wärme zu speichern, d.h. im Sommer läuft meine Wärmepumpe in der Praxis eigentlich nie)

    Von der Wärmepumpe, der Wallbox, dem Plug-In und der PV habe ich Daten aus der Strommessung. Beim Heizstab kenne ich den jeweiligen Verbrauch (3 oder 6 kW). Die Sauna schaltet natürlich immer wieder ein und aus, da gehe ich aktuell einfach fix von 8 kW aus, denn die Schaltzeiten sind teilweise recht kurz, d.h. in der Zeit gehe ich von einem dauernden Verbrauch von 8 aus.

    Die ganze Strommesserei ist natürlich nicht 100% genau und auch die einzelnen Regelzeiten (sofern das der richtige Begriff ist) führen teilweise vorübergehend zu komischen Resultaten, das lässt sich wohl kaum verhindern. Ich bin aktuell allerdings mit dem Stromanbieter wegen dem Stromzähler in Kontakt, denn dieser müsste Smart sein (Landis & Gyr E450 müsste M-Bus haben). Dann könnte ich den finalen Wert des Bezugs/der Einspeisung hoffentlich direkt dort ablesen. Ob erfolgreich, steht noch in den Sternen, denn ich habe das Gefühl, dass das Interesse bei den LKW eher gering ist hier zu helfen...

    Das grundsätzliche Lastmanagement funktioniert momentan, ich kämpfe allerdings insbesondere mit der Wallbox. Zum einen habe ich noch immer nicht ganz den Dreh raus wie ich die Lademodi wählen kann (klappt irgendwie nicht), zudem habe ich noch keine Lösung die Wallbox nicht ganz auszuschalten, sondern die Leistung nur runter zu regeln um den gewünschten Spitzenwert nicht zu überschreiten. Ich müsste ja oft nicht die vollen 6 kW abwerfen, sondern eine Reduktion um 3 kW wäre ausreichend. Quasi das Gegenteil von dem, was ich im Sommer mache.

    Ach ja: in der Winterzeit sollte der Stromverbrauch zwischen 17 und 22 Uhr generell sehr tief gehalten werden, da der Tarif dann am höchsten ist. Da habe ich auch noch etwas Potenzial, wobei ich die eAutos eh schon in dieser Zeit sperre. Eine Vollsperre der Wärmepumpe hat sich in der Praxis als nicht ganz tauglich erwiesen (je nach Aussentemperatur).

    Die Umschaltung zwischen Sommer- und Winterbetrieb ist auch noch offen.

    Beste Grüsse

    Thomas



  • BBenda
    Extension Master
    • 06.01.2023
    • 142

    #2
    Hallo Thomas,

    welche Lastspitzen bzw. ab welchen kW musst du zahlen?

    ich bin regelmäßig im Liechtenstein bei Kunden und könnte dir bei Bedarf helfen.
    Ich kenne die go-E Wallbox. Habe ich selbst zuhause und auch bei Kunden im Einsatz.

    Grüße aus Vorarlberg

    Kommentar

    • Squarry
      MS Profi
      • 22.09.2015
      • 607

      #3
      In Liechtenstein zahlst Du den Betrag ab dem ersten kW! Somit ist das Ziel, die Spitze so tief wie möglich zu halten, ohne dass sich nervige Komforteinbussen ergeben. In der Praxis heisst das für mich wohl 8 kW, denn das ist mein grösster Verbraucher (Sauna). Wenn dann sonst nichts läuft, ist das sowieso mein Minimum, das ich berappen muss. Somit sind alle Kombinationen zulässig, die diesen Wert nicht übersteigen. Die Wärmepumpe kann ich bezüglich Konsum null beeinflussen. D.h. wenn sie läuft, säuft sie was sie will. Somit wäre meine Idealvorstellung grob gesagt, dass die Differenz zwischen WP (plus Kleinmist) zu den 8 kW (im Viertelstundenmittel) das ist, was die Wallbox brauchen darf.

      Danke für das Angebot, aber ich denke das mit der Wallbox sollte ich in den Griff bekommen. Aufgrund viel Arbeit und 3 Kindern habe ich einfach zu wenig Zeit mich richtig damit auseinanderzusetzen und auch mal zu testen, was wann wie passiert

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      • Staukini
        Azubi
        • 20.04.2024
        • 2

        #4
        Hallo!
        Gibt es hier ein Update oder Bedarf von weiteren Loxonisten?

        Bei uns in Österreich ist das ebenfalls so, wenn man eine PV >15kwp hat, dass Lastspitzen "bestraft" werden.
        Jetzt habe ich ebenso meine Verbrauchen (können pro Haushalt unterschiedlich sein, jedoch wird wohl oftmals eine Wärmepumpe, Heizstab, Waschmaschine, div. Kühlschränke, ... oder evtl. zusätzlich auch eine Wallbox in einem Loxone-Haushalt vorhanden sein).

        Zusätzlich habe ich seit heuer einen Batteriespeicher, weshalb ich jetzt überlege, meine Lasten:
        a) komplett bei 0 oder 1kw pro Monat zu halten (im Sommer evtl. durchaus realistisch)
        oder
        b) im Winter den Speicher so zu nutzen, dass ich Lastspitzen komplett aus der Batterie versorge. Das würde jedoch heißen, dass ich die Batterie mit Modbus/MQTT o.Ä. ansprechen müsste und eine Logik einbaue die sagt, dass Strom im Winter trotz vorhandener Energie im Speicher vom Netz bezogen werden soll, jedoch alle Lastspitzen über zB 3kw (Wert kann/soll angepasst werden, je nach Erfahrungswert) über die Batterie versorgt werden. (um die Strom- bzw. Netzbezugskosten so gering wie möglich zu halten)


        So mal meine Idee. Gibt es hier Interesse an einer gemeinsamen Umsetzung oder bereits Erfahrungen hiervon?
        LG

        PS: Der Wechselrichter-Hersteller sowie Batterie-Speicher Hersteller kann/sollte bei dieser Konfig sowie der Logik egal sein, sodass man evtl. nur die Schnittstellen an den eigenen Bedarf anpassen muss. Ich habe beispielsweise Victron als Speicherlösung im Einsatz und werde voraussichtlich die nächsten Tage und Wochen an der Logik feilen und zum Schluss das "Modul" einplanen um mit Victron zu sprechen, damit die Batterie das macht, was die Logik "berechnet"
        Zuletzt geändert von Staukini; 11.09.2025, 10:00.

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