Überschussladen mit Loxone Wallbox, Fronius gen24

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  • derdaniel
    Azubi
    • 02.03.2026
    • 1

    #1

    Überschussladen mit Loxone Wallbox, Fronius gen24

    Hallo Leute.

    Hat jemand eine vernünftige Lösung bezüglich Überschussladen mit kleiner Pv- sprich das ständige wechseln zwischen 1 und 3 phasig etwas zu regeln?

    Meine Hardware:
    2 Stück Loxone Wallbox 11kw
    Fronius gen24 Plus 10kw, 6kwp Süd, 5,4kwp West
    Fronius Reserva 9,5kwh

    Ich hab schon einiges Versucht aber nichts zufriedenstellendes.
    Wie habt ihr das ganze mit dem Speicher gelöst- wird der beim Laden vom KFZ entladen oder gesperrt?

    Aktuell bekommt der Wallboxmanager vom Energiemanager die Freigabe zum Überschussladen, dabei wird der Speicher gesperrt. Mit einem gleitenden Mittelwert versuche ich spitzen von Geschirrspüler oder Waschmaschine wegzubügeln....
    An geraden Tagen wird KFZ A angesteckt, an ungeraden KFZ B damit möglichst viel Überschuss an einer WB anliegt.

    Wer hat die Eierlegende Wollmilchsau Lösung und würde seine Erfahrungen mit mir teilen?

    LG Daniel
  • Der Björn
    Azubi
    • In den letzten 2 Wochen
    • 2

    #2
    Moin Daniel,

    nutze seit über 4 Jahren die Fronius eigene Wallbox, hab aber auch alles in Loxone integriert. Den Speicher entlade ich nur ins Auto, wenn´s mal schnell gehen muss. Bsp.: Meine Frau kommt um 12 nach Hause und will um 2 wieder los. Die PV liefert aber nur noch 5-6kW. Mit einer Art Boost Funktion entlade ich den Speicher ins Auto auf max. min SOC 20%. So kann man das Auto fix nochmal ordentlich laden und die PV macht den Speicher nach 14Uhr nochmal voll bis zum Abend.

    Bau dir auf jeden Fall einen Statusbaustein, der den Speicher bei Überschuss wieder frei gibt. Für schnelle Schwankungen arbeite ich mit einem Verzögerungsbaustein, der das Sperren der Batterie um 30sek verzögert und so verhindert, dass die Batterie ständig an und aus geschaltet wird. Ich sperre meinen Speicher z.B., wenn ich das Auto mit 11kW bewusst manuell ausm Netz lade oder ich den Speicher einfach schonen möchte. Im Winter würde ich den Speicher so ständig ans Limit bringen und erzwinge ein ständiges Nachladen der Batterie aus dem Netz. Nutze aktuell noch keine dynamischen Tarife, da mein Festtarif unschlagbar günstig ist. Keine Ahnung, ob das sinnvoll ist, aber die Batterie im Haus mit Volldampf ins Auto entladen, wenn´s nicht sein muss... Hab ne 19,7kWp Anlage auf dem Dach. Wenn die Leistung der Anlage jetzt plötzlich die 11kW vom Auto überschreitet, soll der Strom ja nicht ins Netz, sondern sinnvollerweise selber genutzt werden und im Zweifel im Speicher landen.

    Du kannst im Energiemanager über die Laufzeiteinstellung dir möglicherweise den gleitenden Mittelwert sparen.

    Ich hatte den Speicher auch ne Weile während des Überschussladens komplett gesperrt und mich gewundert, warum ich ständig Netzbezug habe. An Tagen mit wechselnder Einstrahlung durch viele Wolken, hilft der Speicher kurzer Spitzen abzufangen und verhindert, dass Strom aus dem Netz gezogen wird. Das waren immer 4-5kwh am Tag... Lass den Speicher also ruhig aktiv!

    Gibt es eine eierlegende Wollmilchsau? Ich glaube nicht. Das ist immer individuell.
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    Zuletzt geändert von Der Björn; vor einer Woche.

    Kommentar

    • bafische
      Azubi
      • 16.02.2026
      • 7

      #3
      Hallo Daniel,

      bei der Regelung 1-phasig auf 3-phasig bzw. vice versa gibt es auch keine Eiermilchlegende Wollmilchsau.
      Meine PV ist gleich groß und bei windigen Tagen mit viel Wolkendurchzug schwankt mein Ertrag im 5s Takt von 2-8kW. Dann kommen noch zyklische Verbraucher wie WP, Geschirrspüler, Kaffeemaschine usw. und machen den Netzbezug zu einem wilden Gewitter. Keine Regelung der Welt kann damit eine vernünftige Nulleinspeisung bzw. Phasenumschaltung gewährleisten.
      Daher sind deine individuellen Vorgaben relevant. Die Regelung von Fronius (falls du PV-Überschussladen mit dem Fronius Smartmeter freigibst) ist sehr schnell, da wird nach Hystherese und < 2min. Haltezeit die Phase gewechselt. Das führt aber an Tagen mit Wolkendurchzügen zu einem dauernden Umschalten bzw. ein- ausschalten der Wallbox. Wenn das Auto das abkann ist das eine Möglichkeit.
      Du kannst auch das Phasenumschalten über Loxone per Hystherese und einer Ein- Ausschaltverzögerung beliebig träge machen, bis die Wallbox an wechselhaften Tagen gar nicht mehr auf 3-phasig umschaltet.

      Die Abstimmung der Wallbox Regelung ist ein Trade-off von Umschalthäufigkeit und Nulleinspeisung.
      Ich arbeite mit Netzbezugswerten im 1 Hz- Bereich, einer Glättung, einer Hystherese, einem PI-Regler und einer Ein-Ausschaltverzögerung für die Wallbox. Vom Lastmanager musst du dich dann aber verabschieden, der ist für eine solche Regelung völlig ungeeignet.
      Die Logik ist schnell gebaut, ist aber viel Abstimmungsarbeit nötig - und die Ausbeute sehr mager. Also nur wenige Prozentpunkte besser als die Hersteller-Regelung.
      Wenn du da tiefer einsteigen möchtest gibt es vom Fraunhofer- Institut bzw. HTW-Berlin einige Studien die das Regelungsverhalten unterschiedlicher Wallboxen beim PV-Überschussladen messen und bewerten. Da gibt es auch die volle Bandbreite zwischen Träger und schneller Regelung mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen. Diese sind im Internet frei verfügbar (Suchbegriff: Wallbox Inspektion 2025) und waren für mich die Grundlage meiner Loxone Regelung der Wallbox aufzusetzen.

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