Erhöhung der Systemanforderungen ab Frühjahr 2026

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  • Jan W.
    Lox Guru
    • 30.08.2015
    • 1556

    #1

    Erhöhung der Systemanforderungen ab Frühjahr 2026

    Unter der o.a. Überschrift hat Loxone angekündigt, dass die Loxone App (als auch Loxone Config) ab Frühjahr 2026 höhere Systemanforderungen haben werden.

    Begründet wird dies von Loxone damit, dass Sicherheitslücken vermieden und Angriffsflächen reduziert werden sollen. Daher werden 'nur noch Versionen von Betriebssystemen [unterstützt|, welche ihrerseits regelmäßig mit Updates versorgt werden'. Auf den ersten Blick erscheint die Anforderung verständlich, aber es gibt 2 Punkte, die ich völlig anders und sehr kritisch sehe:
    • Ich nutze Loxone App auf einem dedizierten Tablet an der Wand. Im Gegensatz zu einem 'allgemein genutzten' PC oder Smartphone sehe ich keine Angriffsfläche im eigenen LAN/WLAN, die das erfordert oder als sinnvoll erscheinen lässt.
    • Tablets, bei denen der Hersteller keine regelmäßigen Updates mehr anbietet, kann ich noch weiterhin uneingeschränkt nutzen, d.h. diese sichern oder nach Problemen wiederherstellen, muss allerdings mit Einschränkungen bzgl. neuer Features und evtl. mit einer verringerten Sicherheit leben. Die Aussage von Loxone 'Geräte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, erhalten keine Updates mehr:' ist leider deutlich weitreichender, denn mit dem Update der Loxone App funktioniert diese App auf dem Gerät nicht mehr, denn per Default sind bei iOS Geräten automatische Updates aktiviert.
    Mein iPad mini 4 ist davon leider auch betroffen, denn iOS 18 wird von diesem Gerät nicht mehr unterstützt. Ja, das Gerät ist schon etwas älter, aber meine KNX Lichtschalter oder andere Systemkomponenten wie z.B. den Loxone Miniserver Gen. 1 ersetze ich auch nicht alle 10 Jahre. Wie seht Ihr das?

    Alternativen / Workaround, die ich sehe:
    • mit dem Webinterface leben? Leider unterstützt dies kein Audio bei Intercom.
    • automatische Updates der Apps im OS abschalten? Nicht wirklich toll, aber bei einem dedizierten Tablet nur für die Loxone App sicherlich möglich, wenn man das vor dem Update der App macht bzw. gemacht hat.
    • Ein (kostenpflichtigen) Tools wie z.B. iMazing nutzen, um eine ältere Version der App zu installieren? Die Software muss auf einem PC oder Mac installiert werden und dieser mit dem iPad/iPhone gekoppelt werden. Lokal kann man dann wohl ältere Versionen von Apps im .ipa Format aus dem App-Store herunterladen und auf dem Gerät installieren. Getestet habe ich das Tool nicht. Der Tipp kommt von arohwer aus diesem Beitrag.
    • Auf eine alternative App, wie Loxbuddy warten? Das Ziel klingt vielversprechend, aber bis zu einer vollwertigen App ist es aus meiner Sicht noch ein weiter Weg
    • neue(s) Tablet(s) kaufen? Löst das Problem, kostet aber Geld und produziert mehr Elektroschrott, d.h. ist wenig nachhaltig.
    • Auf Einsicht von Loxone hoffen, dass sie eine neue App entwickeln, es aber parallel die bisherige App gibt? Ziemlich unwahrscheinlich, s.u.
    zu einer neuen Loxone App (statt neuer Version): Ich hatte kürzlich auf meine negative Bewertung der Loxone App im iOS App-Store ein Feedback von Loxone bekommen. Die Bewertung hatte ich geschrieben, weil eigene Symbole im SVG-Format mit der aktuellen Version der Loxone App nicht mehr unterstützt werden, siehe hier. Mit keiner Silbe ist Loxone auf die bemängelten und jetzt nicht mehr möglichen eigenen Symbole im SVG Format eingegangen, sondern nur auf meinen Hinweis, dass es bei früheren Updates bereits mehrmals Probleme mit Video bei Intercom gegeben hat - ich sollte doch ein Support Ticket aufmachen, weil sie das Problem nicht nachvollziehen können.

    Mein Vorschlag, mit 'großen Updates' eine eigene Version der App anzubieten, also z.B. Loxone App 15, 16 oder 16.2 wurde als 'nicht üblich oder zielführend'' beantwortet. Andere Hersteller bekommen so etwas hin und Loxone könnte die derzeitige App auch in "Loxone App Classic" umbenennen und den Support auslaufen lassen, um die neue App unter dem bekannten Namen weiterzuführen. Wenn ich mir die Antwort des Loxone Supports auf meine Rezension durchlese oder den verlinkten Blog-Artikel, bekomme ich den Eindruck, dass Loxone in ihrer eigenen Bubble lebt, die von den Anwendern meilenweit entfernt ist. Man versteht weder Kritik, noch ist man daran interessiert, dass bestehende Anwender zufrieden bleiben.

    Bei Apps wie z.B. WhatsApp, kann ich noch noch verstehen, dass ein Auslaufen mit einer "Classic" App nicht funktionieren kann, weil die App mit anderen Usern kommuniziert, die die neue Version verwenden und evtl. neue Features nutzen, die in der alten App nicht vorhanden sind. Wir reden hier aber über eine App, die primär mit dem MS kommuniziert. Am Ende ist mir klar, dass ich bei Loxone nichts bewegen kann und damit leben muss - auch wenn es frustrierend ist. Mit der Aussage vom Support ist klar, dass Loxone sicherlich keine weitere App anbieten wird und somit die Loxone App nach dem nächsten Update auf vielen älteren Tablets nicht mehr laufen wird.

    Am Rande möchte ich noch anmerken, dass von Apple für ältere iPads zwar kein Major Update mehr unterstützt wird, aber von Apple für das o.a. iPad mini 4 ein Security-Bugfix am 26. Jan. 2026 mit v15.8.6 veröffentlicht wurde. Das wird die Ansicht von Loxone sicherlich nicht ändern. denn es handelt sich ja nicht um ein 'regelmäßges Update', sondern nur um ein unregelmäßiges Security-Bugfix.

    Die höheren Systemanforderungen betreffen auch Loxone Config, aber die meisten Anwender werden ihren Windows PC mittlerweile auf Windows 11 und 64-Bit aktualisiert haben. User mit Mac-OS, die eine Windows VM / Emulation nur für Loxone Config nutzen, sind wahrscheinlich eher betroffen. So ein Update ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, kostet aber wahrscheinlich deutlich weniger als ein oder mehrere Tablets. Bei Loxone Config kann ich es noch nachvollziehen, dass die Pflege einer 32-Bit App und Tests auf älteren Windows OS einen hohen Mehraufwand darstellen und von Microsoft neue API-Calls nur noch für 64-Bit OS angeboten werden.

    Falls andere User z.B. mit Tablets für die Haussteuerung via Loxone App betroffen sein sollten, kann ich nur empfehlen, die automatischen Updates von Apps auszuschalten und auf jeden Fall ein vollständiges lokales Backup zu erstellen. Falls man doch mal aus Versehen auf "alle Apps aktualisieren" geklickt hat, kann man wenigstens den alten Zustand über ein Restore wieder herstellen.
    Zuletzt geändert von Jan W.; 23.02.2026, 22:21.
    Miniserver v14.5.12.7, 2x Ext., 2x Relay Ext., 2x Dimmer Ext., DMX Ext., 1-Wire Ext., Gira KNX Tastsensor 3 Komfort, Gira KNX Präsenzmelder, Fenster- und Türkontakte, Loxone Regen- und Windsensor, Gira Dual Q Rauchmelder vernetzt, 1x Relais-Modul
    Loxberry: SmartMeter, MS Backup, CamConnect, Weather4Lox
    Lüftung: Helios KWL EC 370W ET mit Modbus TCP - via Pico-C
    Heizung: Stiebel Eltron WPF 5 cool (Sole-Wasser WP) mit ISG, FB-Heizung mit 18 Kreisen, Erdsonde - via modbus/TCP
    Node-RED: IKEA Tradfri
  • RHC
    Extension Master
    • 04.11.2021
    • 168

    #2
    Also ich gehe jetzt nicht weiter ins Detail auf deine Punkte hinsichtlich Software-Wartung bzw. Versionierung. Ich stand aber vor demselben Problem mit dem iPad mini 4, welches ich im Erdgeschoß in einem fixen Alurahmen montiert habe.

    Ich muss gleich dazusagen, dass ich bereits das mini 4 gebraucht gekauft hatte und dieses war nun knapp 4 Jahre bei mir im Einsatz. Da für dieses Modell kein aktuelles iPadOS mehr zur Verfügung gestellt wird und Loxone mit der alten Version zukünftig nicht mehr laufen wird, war für mich klar, dass es ausgetauscht werden muss. Natürlich erscheint das ärgerlich, aber man muss sich auch eingestehen, dass das mini 4 bereits vor über 10 Jahren released wurde. Neben der nicht mehr allzu schnellen Hardware leiden auch die Akkus bei 24/7-Netzbetrieb (ja, man könnte das mit geschaltetem Netzteil vielleicht etwas langlebiger machen) - meines hatte bei Stromausfall teilweise schon schnelle Entladung und dann Probleme bei einem späteren Neustart.

    Die Lösung für mich war ganz einfach, indem ich mir ein gebrauchtes iPad mini 5 in Top-Zustand um 140€ gekauft habe (man bekommt viele gebrauchte Geräte in Top-Zustand schon unter 150€) - dieses Modell ist auch komplett ident zu den Abmessungen vom mini 4 und hat daher auch in meinen fixen Rahmen gepasst. Das neue iPad reagiert nun viel schneller als das alte iPad und ich habe vermutlich wieder 3-5 Jahre Ruhe.

    Da ich auch kein Freund von Wegwerf-Hardware bin, ist für mich der Kauf von gebrauchten Geräten ein ökonomischer und ökologischer Weg und ich werde das auch in Zukunft so machen.

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    • Jan W.
      Jan W. kommentierte
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      Danke für die Anregung. Die iPad minis werden relativ teuer gehandelt, aber bei einem iPad ist das sicherlich bezahlbar. Da ich ein Rahmen habe muss das neue Gerät die gleichen Maße haben, was beim 5er Modell der Fall ist. Bei dem Gerät, auf dem fast ausschließlich die Loxone App läuft, hatte ich bisher kein Problem mit der Geschwindigkeit und der Akku ist auch noch O.K.

      Ich habe die automatischen Updates erst mal abgeschaltet und warte ab. Vielleicht kommen ja unerwartet doch neue Feature in die Loxone App (z.B. custom SVGs), die ein Austausch des Gerätes rechtfertigen?
  • arohwer
    Dumb Home'r
    • 26.09.2016
    • 28

    #3
    Nur als Hinweis: meines Erachtens reicht es nicht, unter iOS ein vollständiges Backup zu erstellen, um die Version der Loxone-App zu sichern. Bei einer Wiederherstellung wird die neueste kompatible Version aus dem AppStore geladen.

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    • Jan W.
      Jan W. kommentierte
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      ich bin mir nicht sicher, aber ich dachte dass ein LOKALES Backup (im Gegensatz zu einem Backup über iCloud) auch die Apps enthält.

    • arohwer
      arohwer kommentierte
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      Ich befürchte, dass dem nicht so ist. Meiner Meinung nach sichert ein Backup (egal ob lokal oder über iCloud) lediglich App-Daten, Einstellungen und den Home-Bildschirm. Es sichert jedoch nicht die App-Dateien (.ipa) selbst, sondern deren Inhalte, Spielstände und Anmeldedaten, die bei der Wiederherstellung aus dem App Store neu geladen werden. Bei einer Wiederherstellung werden die Apps neu aus dem App Store geladen, während die gesicherten Daten (Einstellungen/Inhalte) aus dem Backup auf das Gerät übertragen werden.
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