Begründet wird dies von Loxone damit, dass Sicherheitslücken vermieden und Angriffsflächen reduziert werden sollen. Daher werden 'nur noch Versionen von Betriebssystemen [unterstützt|, welche ihrerseits regelmäßig mit Updates versorgt werden'. Auf den ersten Blick erscheint die Anforderung verständlich, aber es gibt 2 Punkte, die ich völlig anders und sehr kritisch sehe:
- Ich nutze Loxone App auf einem dedizierten Tablet an der Wand. Im Gegensatz zu einem 'allgemein genutzten' PC oder Smartphone sehe ich keine Angriffsfläche im eigenen LAN/WLAN, die das erfordert oder als sinnvoll erscheinen lässt.
- Tablets, bei denen der Hersteller keine regelmäßigen Updates mehr anbietet, kann ich noch weiterhin uneingeschränkt nutzen, d.h. diese sichern oder nach Problemen wiederherstellen, muss allerdings mit Einschränkungen bzgl. neuer Features und evtl. mit einer verringerten Sicherheit leben. Die Aussage von Loxone 'Geräte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, erhalten keine Updates mehr:' ist leider deutlich weitreichender, denn mit dem Update der Loxone App funktioniert diese App auf dem Gerät nicht mehr, denn per Default sind bei iOS Geräten automatische Updates aktiviert.
Alternativen / Workaround, die ich sehe:
- mit dem Webinterface leben? Leider unterstützt dies kein Audio bei Intercom.
- automatische Updates der Apps im OS abschalten? Nicht wirklich toll, aber bei einem dedizierten Tablet nur für die Loxone App sicherlich möglich, wenn man das vor dem Update der App macht bzw. gemacht hat.
- Ein (kostenpflichtigen) Tools wie z.B. iMazing nutzen, um eine ältere Version der App zu installieren? Die Software muss auf einem PC oder Mac installiert werden und dieser mit dem iPad/iPhone gekoppelt werden. Lokal kann man dann wohl ältere Versionen von Apps im .ipa Format aus dem App-Store herunterladen und auf dem Gerät installieren. Getestet habe ich das Tool nicht. Der Tipp kommt von arohwer aus diesem Beitrag.
- Auf eine alternative App, wie Loxbuddy warten? Das Ziel klingt vielversprechend, aber bis zu einer vollwertigen App ist es aus meiner Sicht noch ein weiter Weg
- neue(s) Tablet(s) kaufen? Löst das Problem, kostet aber Geld und produziert mehr Elektroschrott, d.h. ist wenig nachhaltig.
- Auf Einsicht von Loxone hoffen, dass sie eine neue App entwickeln, es aber parallel die bisherige App gibt? Ziemlich unwahrscheinlich, s.u.
Mein Vorschlag, mit 'großen Updates' eine eigene Version der App anzubieten, also z.B. Loxone App 15, 16 oder 16.2 wurde als 'nicht üblich oder zielführend'' beantwortet. Andere Hersteller bekommen so etwas hin und Loxone könnte die derzeitige App auch in "Loxone App Classic" umbenennen und den Support auslaufen lassen, um die neue App unter dem bekannten Namen weiterzuführen. Wenn ich mir die Antwort des Loxone Supports auf meine Rezension durchlese oder den verlinkten Blog-Artikel, bekomme ich den Eindruck, dass Loxone in ihrer eigenen Bubble lebt, die von den Anwendern meilenweit entfernt ist. Man versteht weder Kritik, noch ist man daran interessiert, dass bestehende Anwender zufrieden bleiben.
Bei Apps wie z.B. WhatsApp, kann ich noch noch verstehen, dass ein Auslaufen mit einer "Classic" App nicht funktionieren kann, weil die App mit anderen Usern kommuniziert, die die neue Version verwenden und evtl. neue Features nutzen, die in der alten App nicht vorhanden sind. Wir reden hier aber über eine App, die primär mit dem MS kommuniziert. Am Ende ist mir klar, dass ich bei Loxone nichts bewegen kann und damit leben muss - auch wenn es frustrierend ist. Mit der Aussage vom Support ist klar, dass Loxone sicherlich keine weitere App anbieten wird und somit die Loxone App nach dem nächsten Update auf vielen älteren Tablets nicht mehr laufen wird.
Am Rande möchte ich noch anmerken, dass von Apple für ältere iPads zwar kein Major Update mehr unterstützt wird, aber von Apple für das o.a. iPad mini 4 ein Security-Bugfix am 26. Jan. 2026 mit v15.8.6 veröffentlicht wurde. Das wird die Ansicht von Loxone sicherlich nicht ändern. denn es handelt sich ja nicht um ein 'regelmäßges Update', sondern nur um ein unregelmäßiges Security-Bugfix.
Die höheren Systemanforderungen betreffen auch Loxone Config, aber die meisten Anwender werden ihren Windows PC mittlerweile auf Windows 11 und 64-Bit aktualisiert haben. User mit Mac-OS, die eine Windows VM / Emulation nur für Loxone Config nutzen, sind wahrscheinlich eher betroffen. So ein Update ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, kostet aber wahrscheinlich deutlich weniger als ein oder mehrere Tablets. Bei Loxone Config kann ich es noch nachvollziehen, dass die Pflege einer 32-Bit App und Tests auf älteren Windows OS einen hohen Mehraufwand darstellen und von Microsoft neue API-Calls nur noch für 64-Bit OS angeboten werden.
Falls andere User z.B. mit Tablets für die Haussteuerung via Loxone App betroffen sein sollten, kann ich nur empfehlen, die automatischen Updates von Apps auszuschalten und auf jeden Fall ein vollständiges lokales Backup zu erstellen. Falls man doch mal aus Versehen auf "alle Apps aktualisieren" geklickt hat, kann man wenigstens den alten Zustand über ein Restore wieder herstellen.
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