(Warmwasserzone) und in der Zone für die FBH ca. 70 Grad. Damit komme ich leicht bis in den nächsten Tag hinein.
Überdimensionierte On/Off WP bändigen: Mein Weg zu nur 6 Starts am Tag
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Meine Mtec fährt seit Mitte April sowieso nur sehr sporadisch an, da ich meinen PV Überschuss von der 15kwp Anlage über den 3,5kw Heizstab den ganzen Tag lang in den Speicher jage. Habe eine max. Temperatur von 85 Grad eingestellt, somit erreiche ich gegen die Abendstunden einen Pufferspeicher der oben 85 Grad hat
(Warmwasserzone) und in der Zone für die FBH ca. 70 Grad. Damit komme ich leicht bis in den nächsten Tag hinein. -
grundsätzlich ist deine Taktik, den 1000L-Puffer als gigantische thermische Batterie für deinen 15 kWp PV-Überschuss zu nutzen, absolut genial! Du hast die Wärmepumpe im Prinzip in den Sommerurlaub geschickt, schonst den Kompressor maximal und heizst zu 100 % mit deinem eigenen "Gratis-Strom". Besser geht es vom Grundgedanken her nicht.
ABER – pass bei den 85 °C massiv auf deine Hardware auf (Stichwort: Kalk)!
Dass du den Speicher auf 85 °C hochkochst, ist materialtechnisch leider hochgefährlich für deine Anlage. Viele denken sich bei Kombispeichern: "Ist doch egal, das Heizungswasser da drin ist eh totes Wasser, das kalkt nicht mehr aus." Das stimmt für das Heizungswasser und den Heizstab selbst auch – aber die Gefahr lauert an der Wasserentnahme!
Wie machst du aus diesem "toten" Heizungswasser dein frisches Duschwasser? Wahrscheinlich hast du in deinem Kombispeicher ein Edelstahl-Wellenrohr verbaut (Hygienespeicher) oder eine externe Frischwasserstation (FriWa) dran hängen.
Und genau hier schlägt die Kalkfalle zu: Das Edelstahl-Wellenrohr wird von außen durch das tote Wasser auf 85 °C erhitzt. Wenn du jetzt den Wasserhahn aufmachst, schießt frisches, kaltes, massiv kalkhaltiges Leitungswasser durch das Innere dieses Rohres. Dieses frische Wasser knallt von innen an die 85 °C heißen Edelstahlwände. Ab ca. 60 °C fällt der Kalk im Wasser exponentiell aus und klebt sich sofort von innen an dein Wellenrohr oder in den Wärmetauscher deiner FriWa.
Die Folge (Der Kalk-Infarkt): Du baust dir über die Jahre den Wärmetauscher für dein Trinkwasser von innen komplett mit Kalk zu. Irgendwann kommt am Duschkopf nicht mehr genug Druck an und das Wasser wird nicht mehr richtig warm, weil die dicke Kalkschicht im Rohr die Wärme von den 85 °C außen nicht mehr an das fließende Wasser im Inneren durchlässt.
Nebenbei hast du bei 85 °C noch zwei weitere Nachteile:- Standby-Verluste: Die Temperaturdifferenz zum Raum ist riesig. Du jagst zwar Gratis-PV in den Puffer, aber ein großer Teil davon verpufft einfach ungenutzt durch die Isolierung in deinen Technikraum.
- Verbrühungsgefahr: Wenn du keinen thermischen Brauchwassermischer direkt hinter dem Speicher hast, drohen bei 85 °C schwerste Verbrennungen an den Armaturen.
Mein Tipp: Geh mit der Maximaltemperatur für den Heizstab lieber auf 60 °C bis maximal 65 °C runter (außer du hast ohnehin eine Entkalkungsanlage fürs ganze Haus im Keller stehen, dann kannst du es ignorieren!). Damit hast du immer noch mehr als genug Puffer für den nächsten Tag, kommst fast genauso weit, aber dein Wärmetauscher bleibt sauber und überlebt die nächsten Jahre ohne Infarkt!
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Danke für den Hinweis, da unser Ortswasser einen extrem niedrigen Kalkwert von ca. 6dH sgehe ich von einer sehr niedrigen Verkalkung aus. Wie du richtig erkannt hast ist ein Frischwassermodul verbaut. Im ganzen Haus sind thermische Mischer verbaut. LgKommentar
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