Frage vorgeschriebener Überspannungsschutz Leitungen vom Dach

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  • Hrogota
    Azubi
    • vor einem Tag
    • 2

    #1

    Frage vorgeschriebener Überspannungsschutz Leitungen vom Dach

    Hallo zusammen,

    wir wohnen seit etwa 10 Monaten in unserem Neubau. Durch eine Diskussion mit einem Bekannten sind wir auf zwei potenzielle Probleme in unserer Installation gestoßen bei denen ich hoffe hier Hilfe zu erhalten.
    Vorweg unser Haus hat keine äußere Blitzschutzanlage.

    1.) Wir haben auf dem Dach eine Loxone-Wetterstation, die auf einem Mast befestigt wurde. Der Mast geht durch einen Antennendurchgangsziegel.
    Vom Elektriker wurde der Mast nicht geerdet. Der Solarteur, der die PV-Anlage bei uns installiert hat, hat jedoch im Rahmen der Erdung der Unterkonstruktion auch den Mast der Wetterstation mit dem 1x16 mm² verbunden. Dieses Erdungskabel führt über ein Leerrohr seitlich an der Hauswand nach unten und geht in den Technikraum (EG) des Hauses, wo es mit der Erdungsschiene verbunden ist.
    Die Wetterstation selbst ist mit einem CAT.7-Kabel verbunden, dass vom Dach über den Dachboden bis in die UV im Obergeschoss führt. Falls das eine Rolle spielt - es handelt sich um einen kalten Dachboden. Das CAT.7-Kabel versorgt die Wetterstation mit 24V und Loxone-Busanbindung.
    In der UV befindet sich als Überspannungsableiter ein Combtec BC TNS 275 12.5 und im Zählerschrank im Technikraum im Erdgeschoss ein DEHNshield ZP Basic.
    Für das CAT.7. dass von Wetterstation zu UV im OG führt, gibt es keinen separaten Überspannungsschutz.
    Ist das kritisch? Und wenn ja, ist das ein Installationsmangel für den der ausführende Elektriker haftet? Hätte die Installation so übergeben werden dürfen?

    2.) Wir haben ein paar Kabel, die direkt aus der Hausfassade führen - zum Einen sind das Stromkabel und zum Anderen CAT.7-Kabel. Diese sind gedacht um zukünftig Lampen, Präsenzmelder oder Kameras daran zu installieren. Aktuell hängen diese Kabel im Freien. Bei den Stromkabeln wurde auf jeder stromführenden Ader eine separate WAGO-Klemme angebracht. Die CAT.7-Kabel hängen einfach so im Freien.
    Ist das kritisch? Und wenn ja, ist das ein Installationsmangel für den der ausführende Elektriker haftet? Hätte die Installation so übergeben werden dürfen?

    LG
  • Prof.Mobilux
    Supermoderator
    • 25.08.2015
    • 5470

    #2
    Ich bin kein Elektriker, daher Vorsicht…..

    Zu 1: der Mast hätte geerdet werden müssen. Das haben deine Solateure richtig gemacht und den Mangel des Elektrikers behoben. Das Cat7 Kabel muss meiner Meinung nach nicht separat geerdet werden und es ist auch kein Überspannungsschutz vorgeschrieben - weiß ich aber nicht 100 prozentig. Frag doch deinen Elektriker mal und wenn du der Aussage nicht traust Zweitmeinung einholen.

    Zu 2: Kein Mangel. Da du aber anscheinend nach 10 Monaten die spannungsführenden Kabel immer noch nicht angeschlossen hast, würde ich über eine Feuchtraumdose nachdenken.
    LoxBerry: https://wiki.loxberry.de/start

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    • Hrogota
      Azubi
      • vor einem Tag
      • 2

      #3
      Hey, danke für deine Rückmeldung.
      Zu 2.: Müssen Feuchtraumdosen nicht immer an der Wand befestigt werden? Ich möchte ungern für temporäre Dosen überall wo Kabel rausschauen Köcher in die Hauswand machen.

      Kommentar


      • Hrogota
        Hrogota kommentierte
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        Sie hängen ja weder frei in der Wand noch unter Putz. Sie hängen frei in der Luft und bei den Stromkabeln jeweils mit WAGO versehen und bei den CAT.-Kabel offen mit Mantel. Wenn das nicht der VDE entspricht stellt sich die Frage, ob das nicht der Elektriker korrigieren muss. Gibt es denn Feuchtraumdosen, die ich auch einfach so in der Luft hängen lassen kann?
        Ich kann ja nicht für jede Dose ne Loch in meine Hauswand machen

      • Michael Sommer
        Michael Sommer kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        dein Problem ist keines.
        Nimm einfach Isolierband und dichte damit die nicht in der Ummantelung liegenden Adern inkl. WAGO-Klemme ab. Alternativ stülpe eine Plastiktüte über den offenen Anschluss und fixiere die Tüte mit der Öffnung nach unten, damit eventuelle Restfeuchte oder Kondensat ablaufen kann am das zugehörige Kabel.
        Aber man kann auch aus einen Floh einen Elefanten draus machen. Wichtig ist, dass das ganze Berührungssicher gelöst wird um einen möglichen Personenschaden vorzubeugen.
        Zuletzt geändert von Michael Sommer; vor 5 Stunden.

      • Prof.Mobilux
        Prof.Mobilux kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Genau wie Michael sagt. Oder halt eine 1 Euro Feuchtraum Dose drüber. Das ist ja nur ein Provisorium bis du da Lampen anschließt. Normalerweise macht man da gar nichts außer die Wago Klemmen. Aber nach 10 Monaten....
    • baumschubser171
      Smart Home'r
      • 11.06.2024
      • 36

      #4
      Es gibt keine Feuchtraumdose zum frei in der Luft hängen.
      Damit auf jeden Fall kein Tropf- oder Stauwasser durch die Kabelöffnung ins innere der Dose gelangen würde, müsste die Dose mit der Öffnung nach unten in der Luft baumeln. Geht nur leider nicht - allein schon durch ihr Eigengewicht wird sie immer selbst nach unten gezogen.

      Eine Dose an der Wand befestigt willst Du nicht.
      Eine Lampe hattest Du zum Zeitpunkt der Übergabe noch nicht oder wolltest sie nicht durch den Elektriker anbauen lassen.

      WAS SOLL ER DANN MACHEN??

      Das ist absolut gang und gäbe, wie es gelöst worden ist.
      Wenn Du nach 10 Monaten (!) da immer noch keine Lampe dran gemacht hast - da kann der Elektriker nichts für und das kann er bei Übergabe auch nicht wissen.
      Die einzig andere Lösung wäre, die Adern in der UV erstmal nicht aufzulegen - aber dann brauchst Du wieder den Elektriker, sobald die Lampe dran ist. Denn an die UV gehst Du besser nicht selbst dran.

      Zum Rest:
      Dachaufbauten oder auch Wandanbauten bis 1m unter Giebelhöhe müssen zwingend geerdet werden.
      Wurde gemacht - fertig. Such keine Probleme, wo keine sind.

      Das Cat.7-Kabel muss nicht mit einem Überspannungsschutz versehen werden - da laufen 24V DC durch und bei ordentlicher Netzteilauswahl fungiert das Netzteil schon als Trennstelle. Wenn Du Dir da über Blitzeinschlag Sorgen machst, dann lass Dir zwei Dinge gesagt sein:
      Sichere die 24V-Leitung zur Wetterstation nochmal extra ab - habs nicht im Kopf, aber 2A sollten da schon locker reichen. Dann zerlegt es Dir rückwärts die Sicherung, wenn der Blitz reinknallt.
      Aber wenn der Blitz reinknallt, dann geht sowieso noch mehr hopps. Das gleiche gilt z.B. für Verteilungen von Sat-Anlagen. Die Erdungen an den Multischaltern etc. sollte man zwar immer anschließen - aber die haben eben NICHT den Zweck, die Geräte vor Schaden zu schützen. Sie sollen AUSSCHLIESSLICH die sonst entstehenden und lebensgefährlichen Berührungsspannungen ableiten.

      Kommentar


      • Prof.Mobilux
        Prof.Mobilux kommentierte
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        Ich führe die Kabel von unten in solche provisorischen Feuchtraumdosen. Alle mal besser als nur eine Wago Klemme. Brauchen tut man es nicht, Schaden kann es auch nicht sofern ordentlich gemacht.
    • Philipp!
      Extension Master
      • 05.06.2021
      • 107

      #5
      Zu 1) Mit den Angaben ist keine genaue Beurteilung möglich, aber vermutlich wäre die Anbindung an den Potentialausgleich nicht notwendig gewesen, schadet aber auch nicht. 16mm2 sind übrigens nur bei äußerem Blitzschutz notwendig.
      Überspannungsschutz hilft dir bei direktem Einschlag relativ wenig, da müsstest du zuerst einen äußeren Blitzschutz nachrüsten und einen Überspannungsschutz T3 für die entsprechenden Geräte installieren, alles andere sollte der bereits vorhandene Überspannungsschutz abfangen.


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