Bautagebuch: Bau eines smarten Pools mit LoxBerry (und Loxone)

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  • Buellpower
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    Hab wieder nen Hinweis für Dich:
    Baue Dir noch in deine Messstrecke einen Abzweig mit kleinem Kugelhahn ein. Zum einen kannst Du den als Ablass nutzen. Aber viel wichtiger ... Du kannst an der Stelle das gleiche Wasser zapfen, welches auch die Sonden umspühlt. Es ist nämlich echt bequem im Poolhaus zu stehen und in aller Ruhe sein Wasser per PoolLab zu testen und mit dem Messwert der Sonden gegen zu checken, als dafür extra zum Pool latschen zu müssen (besonders wenn es schon dunkel ist oder mal regnet, windet etc.).

  • Prof.Mobilux
    antwortet
    Zitat von Lenardo
    für das Wasserniveau hab ich mir solche Niveauregler gekauft und in einem Wasserdichten Gehäuse verkabelt, ebenfalls zu einem HM I/O Modul https://www.amazon.de/gp/product/B08...?ie=UTF8&psc=1
    1x NPN und 1x PNP, ich hab ein GFK Becken und einen Schacht, geht direkt durch die GFK Wände,- aber wenn die Skimmer nicht am anderen Ende gewesen wären, hätte ich es außen an die Skimmer gemacht
    Ich habe gerade im Poolpowerforum gelesen, dass jemand die gleichen Sensoren auch nutzt, um von außen die Chemikalienkanister (pH-Senker etc.) zu überwachen. Das finde ich ne gute Idee - die Kanister stehen eh in einer Auffangwanne, wo man die Sensoren gut anbringen kann.

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  • Prof.Mobilux
    antwortet
    Planung der Verrohrung

    "Irgendwann" muss man sich an die detailliertere Planung der Verrohrung heranwagen. Spätestens wenn man die ganzen Teile für die Verrohrung bestellen muss/will, benötigt man einen groben Überblick, was man benötigt. Von "Verrohrungs-Sets", wie sie manche Poolshops anbieten, kann ich nur abraten. Zu 100% passt das nicht zu eurer Installation und ihr habt dann nicht die notwendigen Teile, die ihr benötigt.

    Schritt 0: Wo kaufen

    Ich gebe hier einmal einige Links zu Shops, wo man entsprechende Rohrleitungsteile bekommen kann. Da ich mehrere hier nenne, verstößt das hoffentlich nicht gegen das Werbungsverbot hier im Forum. Zum Einen helfen die Onlineshops sehr bei der Planung, da man einen guten Überblick bekommt, welche Teile es überhaupt gibt. Zum anderen sind häufig verwendete Teile (63mm und 50mm - die Standardgrößen im Poolbau) sehr häufig ausverkauft. So muss man vermutlich seine Bestellung auf mehrere Shops aufteilen.
    Schritt 1: Aufstellung planen

    Legt fest wo eure Pooltechnik (das "Technikhaus") hinkommen soll. Das ist der erste Schritt, damit ihr die Rohrleitungslängen zu den Einbauteilen am Pool kennt. Die Größe des Technikhauses müsst ihr jetzt noch nicht festlegen. Grobe Richtwerte für eine Minimal-Kompakt-Version: 2m x 1m x 1m (LxBxH). Ja ja, ich weiß Es gibt hier tausend Varianten, alle mit Vor- und Nachteilen. Größer ist immer besser, kleiner auch und sowieso

    Ihr solltet darauf achten, dass der Weg vom Skimmer zum Technikhaus (die Saugseite der Pumpe) möglichst kurz ist. Idealerweise sollte der Skimmer aber so ausgerichtet werden, dass die Windrichtung Richtung Skimmer zeigt (sodass der Dreck Richtung Skimmer geweht wird). Solltet ihr beides nicht hinbekommen, dann ist auf jeden Fall der kürzere Weg der korrekten Windrichtung vorzuziehen! Das gilt insbesondere dann, wenn ihr eine Poolabdeckung plant. Mit geschlossener Abdeckung ist die Windrichtung egal und somit hat sie vermutlich sowieso keinen Einfluss, wenn eure Poolpumpe läuft.

    Schritt 2: Verrohrung vom Pool zum Technikhaus

    Nun könnt ihr Euch daran machen und zunächst die Verrohrung vom Pool zum Technikhaus zu planen. Das geht meist noch recht einfach. Generelle Regeln, die ich eingehalten habe:
    • Saugseite (Skimmer -> Pumpe) wird in 63 mm verrohrt
    • Keine Winkel, nur Bögen. Keine T-Stücke für die Hauptströmungen, nur Y-Stücke (außer Einbauteile wie Sensoren)
    • Klebeverbindung ist einer Schraubverbindung vorzuziehen
    • Im Erdreich PVC-Schlauch mit Schutzrohr anstatt PVC-Rohr
    Die Vermeidung von Winkeln/T-Stücke verhindert Strömungsverluste. In einem Winkel entstehen starke Turbulenzen, die starke Druckverluste verursachen. Daher sollte man Turbulenzen immer möglichst vermeiden. Das kann man erreichen, indem man die Strömung "sanft um die Kurve" leitet - also mit Bögen und Y-Stücken anstelle Winkeln und T-Stücke.

    Ich habe mir dann zunächst die Anschlüsse an den Einbauteilen angeschaut und die entsprechenden Adapterstücke geplant. Wenn ein Einbauteil (z. B. die Einlaufdüse) sowohl eine Klebeverbindung als auch eine Schraubverbindung bietet, habe ich mich für die Klebeverbindung entschieden. Die bekommt man einfach viel leichter dicht.

    Im Erdreich habe ich mich für PVC-Schlauch entschieden. Dieser ist genauso langlebig wie PVC-Rohr, aber nicht so empfindlich gegen Erdbewegungen. PVC-Rohre können dann leicht brechen. Wenn ihr PVC-Rohr verwendet, zieht dieses immer senkrecht nach unten zur Bodenplatte und verlegt es auf der Bodenplatte. Das gibt eine gute Unterstützung gegen Erdverschiebungen. PVC-Schlauch solltet ihr in ein Schutzrohr legen. Viele verwenden 125er(!) KG-Rohr oder Drainageschlauch "ohne Bohrungen". Ich werde vermutlich doch kein KG-Rohr nehmen (das hatte ich ursprünglich geplant), sondern auch das "Drainagerohr ohne Bohrungen" verwenden, da das leichter zu verlegen ist. Ein Sandbett ist in beiden Fällen obligatorisch.

    Zur endgültigen Planung habe ich mir dann einfach eine Powerpoint erstellt und mir das ganze etwas "bildlich" dargestellt. Das hilft dann später auch beim Zusammenstellen der Bestellung. Ich hatte erst vor die ganze Verrohrung in 3D zu planen. Ohne vernünftige 3D-Piping-Software ist das aber ein aufwendiges Unterfangen. Mit Fusion, SketchUp etc. muss man jedes Einbauteil aufwendig selbst konstruieren. Nach kurzer Zeit habe ich da aufgegeben

    Schritt 3: Verrohrung vom Technikhaus zum Pool

    Im Prinzip gilt hier wieder das Gleiche wie bei Schritt 2. Die Verrohrung auf der Druckseite erfolgt aber in 50mm anstelle 63mm.
    • Druckseite (Pumpe -> Düsen) wird in 50 mm verrohrt
    • Keine Winkel, nur Bögen. Keine T-Stücke für die Hauptströmungen, nur Y-Stücke (außer Einbauteile wie Sensoren)
    • Klebeverbindung ist einer Schraubverbindung vorzuziehen
    • Im Erdreich PVC-Schlauch mit Schutzrohr anstatt PVC-Rohr

    Meine Planungen (PDF im Anhang):

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Folie2.PNG Ansichten: 0 Größe: 115,0 KB ID: 305623 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Folie4.PNG Ansichten: 0 Größe: 88,4 KB ID: 305624 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Folie3.PNG Ansichten: 0 Größe: 93,7 KB ID: 305622

    Schritt 4: Verrohrung im Technikhaus

    Die Verrohrung im Technikhaus ist nun etwas komplexer. Basis war bei mir das Rohrleitungsschema, welches ich im Vorfeld erstellt hatte. Siehe auch YouTube Video im Posting weiter oben. Nun muss man dazu aber noch eine gewisse "räumliche Vorstellungskraft" entwickeln Das ist gar nicht so einfach. Ich habe daher hier auch einige Fittinge, Bögen, etc. in Reserve dazu bestellt und werde das Ganze vor dem Bau einmal "trocken" aufbauen, um zu schauen, welche Platzverhältnisse ich später im Technikhaus dann wirklich benötige.

    Ansonsten bin ich genauso vorgegangen wie bei den vorherigen Schritten und habe alles der Reihe nach durchgeplant. Es gelten im Technikhaus wieder die gleichen Bedingungen wie außerhalb am Pool! Also z. B. keine Winkel und nur Bögen etc. pp.

    Meine Planungen (PDF im Anhang):

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Folie5.PNG Ansichten: 0 Größe: 283,3 KB ID: 305619

    Gesamte Planung in einem PDF-Dokument:

    Pool-Schema_V2.pdf
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Prof.Mobilux; 29.07.2021, 18:32.

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  • Prof.Mobilux
    kommentierte 's Antwort
    Sehr cool - danke!

  • Buellpower
    antwortet
    Ich dosiere natürlich nach Regelung mit entsprechender Logik. Dabei wird erst die Different zwischen Ist und Soll gebildet und mit einer Konstante multipliziert. Das Ergebnis ist dann die Dosierzeit. Bei PH ist der Multiplikator bei mir glaube 55. Misst die Sonde jetzt z.B. einen PH von 7,02 (Soll ist 7.0), dann ergibt sich eine Dosierzeit von 1,1 Sekunden. Sollte sich jetzt der PH Wert z.B. durch verstärkten Schmutzeintrag, Regenwasser etc. trotz Dosierung weiter vom Soll entfernen, erhöht sich auch automatisch die Dosiermenge. Bei dann z.B. gemessen 7,3 würde sich rechnerisch die Dosierzeit auf 16,5 Sekunden erhöhen. In der Praxis kommt man aber kaum über 2-3 Sekunden hinaus.

    Nach der Zeitermittlung wird dann noch geprüft, dass erst dosiert wird, wenn mindestens eine Sekunde Dosierzeit erreicht ist (schließt natürlich dann auch negative Werte aus). Weiterhin ist die maximale Dosierzeit auf 30 Sekunden begrenzt. Nach 30 Sekunden beginnt der gleiche Prozess beim Chlor. Den entsprechenden Multiplikator hab ich jetzt nich im Kopf. da muss man aber eh ein bissel probieren, bis man einen hat, der den Redoxwert zwar gut hält (gerade bei Badebetrieb und direkter Sonneneinstrahlung) aber auch nicht zu groß ist und den wert zu stark über das Ziel hinaus schießen läßt.

    Dosiert wird also immer im Minutentakt mit einer maximalen Dosierzeit von 30s. Der Grund ist übrigens der, dass ich Chlor und PH- nicht gleichzeitig dosieren möchte (Chlorgasgefahr) und ich so dieses Risiko ausschließen kann. Außerdem läßt es sich per Minutenimpuls mit Loxone gut umsetzen. ;-)

    PS: Es wird natürlich nur dosiert, wenn
    - die Anlage auch läuft (Strömungsmesser)
    - die Dosieranlage auch eingeschaltet ist (Softwareschalter)
    - keine Störungsmeldung vorliegt (z.B. dass das EzoGateway was bei mir die Daten ausließt abgeschmiert ist (SD-Karte z.B. defekt) und keine aktuellen Daten mehr liefert (Zeitstempelüberprüfung))
    - die Tagesdosis noch nicht erreicht wurde (kann per Schalter zurück gesetzt werden)
    - die Anlage bereits 5 Minuten (oder waren es 10 hmmm? müsste ich nachschauen) läuft (die Sonden sich nach dem einschalten eingepegelt haben)
    Zuletzt geändert von Buellpower; 19.05.2021, 08:24.

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  • Prof.Mobilux
    antwortet
    Buellpower Danke für die Tipps. Ich hab auch die Dosierpumpen von Atlas Scientific. Die sind sehr cool - da kannst Du direkt die Dosiermenge vorgeben. Wie sieht denn konkret Deine Dosierlogik aus? Das würde mich detaillierter interessieren.

    Errechnest Du die theoretisch hinzuzugebende Menge ab einem Startpunkt und dosierst dann fest? Oder dosierst Du wirklich als Regelung? Vermutlich letzteres mit 30 s Pausen, wenn ich Deinen Kommentar richtig verstehe?

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  • Martin1234
    kommentierte 's Antwort
    Ich schließe mich an, Buellpower.

    Ich würde für kleinere Becken auch die Aqua Vario Plus nehmen. Keinesfalls eine Pumpe mit nur einer Drehzahl. Durchfluss zum Filtern muss geringer sein als zum Rückspülen. Wer das nicht berücksichtigt, hat entweder eine schlechte Filterwirkung oder kann den Filter nicht korrekt spülen. Die Folge sind Keime im Filtermedium und das muss dann mit mehr Chemie mehr schlecht als recht ausgeglichen werden. Die Pumpe und der Filter sind das Herzstück jedes Pools. Hier sollte man nicht sparen, schließlich geht es um die Gesundheit der Familie.

    Der Durchschnittspoolbauer hat von Wasseraufbereitung meistens keine Ahnung. Ich empfehle daher die Facebook Gruppe "Freude an Pool & Wasser".

  • Buellpower
    antwortet
    Da Du die Poolsteuerung über nen Loxberry realisieren willst, hätte ich noch ein paar Vorschläge aus der Praxis für Dich. Ich benutze zwar keinen Loxberry aber halt auch nen Rasberry PI mit den EZO Modulen zum Sondenauslesen. An meinem PI ist dann noch nen kleiner Monitor dran, der mir die Daten Temp, PH und Redox anzeigt. Das ist echt praktisch, denn so sieht man die wichtigen Daten sofort, wenn man im Poolhaus ist. Auch die Kinder schätzen es die Wassertemp. ablesen zu können. Der Monitor wird übrigens per Türkontakt ein und aus geschaltet.

    Bei der Dosierung habe ich es so (in Loxone) programmiert, dass die Dosierzeit proportional zur Wertabweichung steigt. Maximal wird jedoch nur 30s dosiert und dann 30s gewartet. Innerhalb der Wartezeit dosiert dann die andere Dosierpumpe. Dann habe ich folgende Warnungen eingebaut:
    - maximale Tagesdosis erreicht (verhindert Überdosierung im Fehlerfall)
    - Warnung wenn Kanister sich dem Ende neigt (bzw. generelle Kanisteranzeige errechnet über Dosiermenge)
    - Druckwarnung bei zu hohem Druck im Kessel
    - Warnung, wenn Durchfluss nicht zur Pumpenleistung passt

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  • Buellpower
    kommentierte 's Antwort
    Ja, genau solche Teile habe ich bei mir verbaut. Nen großen im Hauptstrom, nen kleinen in der Messstrecke und nen mittleren beim Brunnenwasser.

  • Prof.Mobilux
    kommentierte 's Antwort
    Buellpower So einer hier? https://www.aliexpress.com/item/3284...%2315392%23144

  • Prof.Mobilux
    kommentierte 's Antwort
    Cool - danke für die Anmerkungen! Dann kann ich ja problemlos auch die (günstige) Schwalldusche aus V2A nehmen. Da haben halt viele über Korrosion berichtet (Chlorid + Edelstahl). Flügelrad ist auch eine gute Idee - werde ich auch machen!

  • Buellpower
    kommentierte 's Antwort
    Ein paar Anmerkungen:
    - V2A im Süßwasser ist überhaupt kein Problem. Stellst Du später auf Salzwasser um, dann V4A verwenden. Solch ein Drucksensor (wie von Dir angesprochen) läuft bei mir im Sußwasserpool rostfrei und ohne Probleme.
    - Sauglanze braucht man nicht wirklich. Ein einfaches Fußventil, was auf dem Boden des Kanisters steht und ein Loch im Deckel reicht völlig aus.
    - Einen Durchflussmesser würde ich noch einbauen, so hast immer den Überblick wieviel Lieter tatsächlich umgewälzt wurden. Ein einfacher Flowsensor (Flügelrad) von Aliexpress (mit entsprechenden Rohrdurchmesser) reicht da aus. So einer tut bei mir seit Jahren seinen Dienst. Wichtig ist jedoch, ihn nach dem Filter zu platzieren, da sonst Schmutz; haare etc. das Flügelrad bremsen bzw sogar blcokieren können. Nach dem Filter ist das jedoch gar kein Problem.

  • Christian Fenzl
    kommentierte 's Antwort
    Wenigstens mal ehrlich, kein Marketing-Blabla 😅

  • t_heinrich
    kommentierte 's Antwort
    Ich liebe diese Übersetzungen :-P :-P
    "Der elektronische Schaltungsaufbau garantiert keine stabile Leistung, Langlebigkeit und lange Lebensdauer."

  • Lenardo
    kommentierte 's Antwort
    Auch mal nach den Varianten googeln,
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